Zusammenhalt in Döbling

Entschlossen für Döbling
Bild: Markus Sibrawa

Die Corona-Krise erschüttert den Arbeitsmarkt.

Für traurige Rekorde sorgt die aktuelle Corona-Pandemie am österreichischen Arbeitsmarkt. Derzeit verzeichnen wir die höchste Zahl an arbeitslosen Menschen in der
2. Republik. Derzeit sind es über eine halbe Million Österreicher und Österreicherinnen.

 Hinter diesen Zahlen stecken Schicksale, Familien sind gefährdet und Menschen sind massiv davon bedroht in Armut abzurutschen. Es braucht in solch außergewöhnlichen Zeiten starke sozialpolitische Maßnahmen, um aus der Gesundheitskrise keine Existenzkrise für alle Betroffenen zu machen.

Laut dem Direktor der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger ist die wichtigste Maßnahme zurzeit die Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf mindestens 70%, sowie ein Aussetzen des Übergangs von Arbeitslosengeld in die Notstandshilfe, diese Schritte würden vor allem den niedrigen EinkommensbezieherInnen zu Gute kommen. Je niedriger die höchste abgeschlossene Ausbildung ist, desto höher und strenger sind die Sanktionen und Streichungen von AMS-Bezügen, Menschen mit Pflichtschul- und Lehrabschluss erleben derzeit einen Zuwachs von 46% bzw. 68%. Beschränkungen ihrer AMS-Bezüge sind in Normalzeiten bereits umstritten, sollten in Zeiten der Krise jedoch ganz ausgesetzt werden.

Auch im Bereich Wohnen braucht es neben den geplanten Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung weitere Maßnahmen. Laut Fenninger sollten Familien mit Kindern die Mindestsicherung beziehen eine zusätzliche Erhöhung von 100€ erhalten, denn „die Pandemie in kleinen, überbelegten Wohnung überstehen zu müssen ist eine enorme Belastung, daher sollten wir die existenziellen Sorgen etwas lindern“. Was die aktuellen Entwicklungen der Krise bereits gezeigt haben ist, dass das österreichische Gesundheits- und Sozialsystem im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ein sehr gutes ist, wir aber auch zukünftig über nachhaltige, soziale Sicherungssysteme nachdenken müssen.

DANKE für diese große Solidarität und Disziplin.

Bezirksvorsteher Stv. Thomas Mader sagt „Danke“!

Ich möchte mich bei allen Döblingerinnen und Döblingern bedanken, die sich die vergangenen Wochen an die neuen Ausgangsbeschränkungen gehalten haben und dazu beigetragen haben, die Ansteckungsrate niedrig zu halten.

Das Haus nur noch verlassen, um das Notwendigste für die anhaltende Heimquarantäne zu besorgen, Familie, Verwandte und Freunde nur noch per Videochat treffen und den anbrechenden Frühling vom Küchenfenster aus erleben, so veränderten sich die Lebensgewohnheiten vieler DöblingerInnen die letzten Wochen.

Denn durch das neuartige Coronavirus und seine schnelle Verbreitung wurden von der österreichischen Bundesregierung weitreichende Ausgangsbeschränkungen ausgesprochen. Am 16. März wurden Maßnahmen der Regierung bekanntgegeben, um die Ansteckungskurve möglichst niedrig zu halten, wurden Lokale und Geschäfte geschlossen. Ab diesem Tag waren alle ÖsterreicherInnen dazu aufgefordert ihre Wohnung nur noch zu verlassen, wenn dies auch wirklich notwendig war. Die Verordnung ist strikt: Das Betreten öffentlicher Orte ist grundsätzlich verboten. Es wurden Ausnahmen definiert, die zum Beispiel besagen, man dürfe ins Freie gehen, das jedoch nur allein oder mit den im selben Haushalt lebenden Personen.

Vor allem Wiener und Wienerinnen bekamen die Beschränkungen zu spüren, da viele der sonst freistehenden Grünflächen nicht mehr benützbar oder betretbar waren, Bundesgärten wie beispielsweise der Augarten, wurden einfach zugesperrt. Da in der Stadt lebende Personen im Gegensatz zu ländlicheren Gegenden wenig bis keine Ausweichmöglichkeiten haben, sammelten sich seit Beginn der Beschränkungen immer mehr Menschen auf den sonst bekannten Erholungsflächen, von denen sich viele im 19. Bezirk befinden. Trotzdem hielten sich die DöblingerInnen vorbildlich an die neuartigen Beschränkungen und hielten den Mindestabstand von einem Meter soweit es zulässig war ein.

Schnappschuss
Schnappschuss Bild: SPÖ Döbling

Wie dieser Schnappschuss zeigt haben sich in Döbling viele Bewohnerinnen und Bewohner sehr vorbildlich verhalten und so Leben gerettet. Jetzt geht es darum, dass wir gemeinsam auch die Folgen dieser Krise bewerkstelligen. Viele Döblingerinnen und Döblinger haben ihre Beschäftigung oder ihren Arbeitsplatz verloren oder sind in Kurzarbeit. Lebensträume sind teilweise zerplatzt und darum müssen wir zusammen für eine schnelle Wiederbeschäftigung sorgen. Ich kämpfe um jeden Arbeitsplatz, damit das Leben wieder leistbar wird!

Volkshilfe und SPÖ-Döbling bieten Einkaufsservice

Einkaufsservice
Einkaufsservice Bild: Volkshilfe Döbling

Die aktuelle Situation sowie die dazukommenden Beschränkungen, erlauben es vielen DöblingerInnen nicht mehr sorgenfrei das Haus zu verlassen, deshalb bietet die Volkshilfe Döbling den neuen Einkaufsservice Döbling an.

Die neuen Ausgangsbeschränkungen betreffen uns alle, Personen die laut Definition einer Risikogruppe angehören haben jedoch ein erhöhtes Risiko in alle Richtungen. Zum einen ist die akute Ansteckungsgefahr höher als bei Personen mit einwandfreiem Immunsystem, zum anderen erwartet man bei gefährdeten Personen in der Regel keinen milden Krankheitsverlauf. Doch niemand der in Sorge ist das Haus zu verlassen muss dies tun, denn neben dem Angebot der Stadt Wien, bietet nun auch die Volkshilfe Döbling einen kostenlosen Einkaufsservice an.

Wann gehöre ich zur Risikogruppe?

Zu den Risikogruppen für einen schweren Krankheitsverlauf durch eine SARS-CoV-2/Covid-19-Infektion zählen unter anderem, ältere Personen, Menschen mit chronischen Erkrankungen und unter Therapien, die das Immunsystem schwächen. Österreich hat unter Berücksichtigung der wichtigsten Institutionen folgende vulnerable Gruppen festgelegt:

  • Ältere Menschen (65+)
    insbesondere mit chronischen Erkrankungen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie:
    (chronische) Atemwegs- bzw. Lungenerkrankungen inkl. COPD
    Diabetes
    Herzkreislauferkrankungen
    Krebserkrankungen
    Bluthochdruck
    Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen

Für alle jene, die einer Risikogruppe angehören, bietet die Volkshilfe Döbling in Zusammenarbeit mit der SPÖ Döbling einen kostenlosen Einkaufsservice an. Um diesen in Anspruch zu nehmen, ersuchen wir um telefonische Kontaktaufnahme über eine der folgenden Telefonnummern:

BO 19: +43 (1) 368 42 79

BV Stv. Thomas Mader: +43 664 11 01 253